Vergangenheit und Zukunft – fast 100 Malschüler gestalten besondere Werke

Historische Ansichten unserer Stadt wurden neu gedacht, weitergemalt und visionär interpretiert. Eine Ausstellung, die zeigt, wie spannend Stadtgeschichte durch Kinderaugen werden kann.

Werl – Die Kunstwerkstatt ist über alle Gruppen und Altersklassen hinweg wieder in besonderer Weise künstlerisch tätig geworden. Auch die Eröffnung im größeren Rahmen kurzfristig umgeplant werden musste, sind am Dienstag (10.02.) dennoch über 60 neue DIN-A3-Arbeiten in der neuesten Außenstelle der Wallfahrtstadt eingezogen.

Die übrigen Werke beziehen in den nächsten Tagen noch ihren Platz in der Caritas Beratungsstelle, der Platz in der Ausstellungsfläche im Werler Bauhof ist für alle Arbeiten nicht ausreichend, daher wird die Ausstellung in den nächsten Monaten an zwei Orten präsentiert.

Die Malschüler setzten sich dieses Gemeinschaftsprojekt malerisch und zeichnerisch mit dem Thema “Werl – Vergangenheit und Zukunft” auseinander. Die entstandenen Arbeiten laden zu einer Reise durch Zeit und Fantasie ein.

Anlässlich der Neugestaltung der Werler Innenstadt hatte die langjährige künstlerische Leitung der Kunstwerkstatt, Petra Kook, die Idee zur Ausstellung. Ausgangpunkt hierzu waren historische Fotografien von Häusern und bekannten Orten der Wallfahrtsstadt. Diese alten Ansichten dienten den jungen Künstlerinnen und Künstlern als Inspiration, um Vergangenes genau zu betrachten und anschließend kreativ weiterzudenken. Mit Farben, Bleistiften und viel Vorstellungskraft entwickelten die Kinder Visionen davon, wie Werl in der Zukunft aussehen könnte.

So treffen in den Bildern traditionelle Bauwerke auf futuristische Elemente, bekannte Straßenzüge werden neu interpretiert, und historische Motiv – die man teils auch erst auf den zweiten Blick einordnen kann – erhalten eine moderne oder sogar visionäre Fortsetzung. Dabei zeigt sich nicht nur ein sensibler Blick für die Geschichte der Stadt, sondern auch ein überraschend vielfältiger Zugang zu Zukunftsideen.

Die Ausstellung macht deutlich, wie intensiv sich Kinder mit ihrer Umgebung auseinandersetzen können, wenn man ihnen Raum für Kreativität gibt. Gleichzeitig schlägt sie eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft und regt Betrachterinnen und Betrachter dazu an, Werl mit neuen Augen zu sehen.

Ein bewusstes Zeichen möchte die Malschule mit der Ausstellung dieser Arbeiten in Bauhof und Caritas ebenfalls setzen und Petra Kook würdigen. Sie bleibt dem Verein und seinem Team mit diesen meist einmaligen Ideen auch nach Ihrer aktiven Zeit als Impulsgeberin eng verbunden. “Petra steht uns wann immer nötig Rede und Antwort und gibt noch dazu weiterhin so besondere Ideen für die aktive Ausgestaltung weiter; das ist keine Selbstverständlichkeit”, so der Vereinsvorstand und freut sich daher sehr, Petra Kook diese Ausstellungen zu widmen.

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